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Nation: | Deutschland |
von Oliver Drechsel
Stand: 01.08.2011
Jürg Baur, geboren am 11. November 1918 in Düsseldorf als einziges Kind von Maria und Ernst Baur, Gymnasialdirektor (Germanistik und Romanistik), beschäftigte sich aufgrund des im Elternhaus vorhandenen Notenmaterials früh mit Klavierwerken von J. S. Bach, Bartók, Stravinskij, Hindemith, Křenek und Ernst Toch, die ihn schon damals zum Komponieren anregten. Mit acht Jahren erhielt er die ersten Klavierstunden bei Adelheid Kroeber und später von Albert Thate auch Orgelunterricht. Sein Streichquartett d-moll (1935), am Düsseldorfer Hindenburg-Gymnasium kurz vor seinem Abitur 1937 durch das Schulze-Prisca-Quartett teilweise uraufgeführt, ebnete ihm den Weg in die Kompositionsklasse Philipp Jarnachs an der Musikhochschule Köln, an der er im Herbst 1937 sein Studium begann. Zusätzlich studierte er Klavier bei Karl-Hermann Pillney und Orgel bei Michael Schneider.
Bedingt durch die Einberufung zum Wehrdienst musste Baur sein Studium 1939 unterbrechen. 1944 heiratete er die Ärztin Hilde Wolfstieg, nahm nach Kriegsende seine Studien wieder auf und wurde bereits 1946 Dozent für Musiktheorie am Robert Schumann-Konservatorium in Düsseldorf. Im gleichen Jahr legte er in Köln sein Staatsexamen für Tonsatz ...